Wische über das 360°-Foto und schau dich im Strassenmoor um!
Südlich der Straße zwischen Klitten und Kreba liegt ein Heidemoore. Heidemoore sind typisch für das feuchte, atlantische Klima Westeuropas. In Sachsen mit seinem eher trockenen, kontinentalen Klima sind sie eine seltene Spezialität – und heißen deshalb Lausitzer Heidemoore.
In den Lausitzer Heidemooren treffen zwei Pflanzengesellschaften aufeinander, die sonst weit voneinander entfernt vorkommen: der nordisch geprägte Sumpfporst-Kiefern-Moorwald und die westlich-atlantische Glockenheide-Gesellschaft. Der Sumpfporst-Kiefern-Moorwald ist ein lichter Moorwald, in dem Kiefern zwischen Moosen und Zwergsträuchern wachsen und der würzig duftende Sumpfporst blüht – typisch für die kühlen, nordischen Moore Skandinaviens. Die Glockenheide-Gesellschaft hingegen prägt offene, feuchte Heideflächen, wo rosa Blütenpolster der Glockenheide den nassen Boden überziehen – Pflanzen, wie man sie sonst eher in Westeuropa findet.
Das gemeinsame Vorkommen dieser Arten ist typisch für die Lausitzer Heidemoore – Lebensräume, in denen sich Einflüsse aus Ost und West begegnen. Besonders eindrucksvoll machen das Moor zwischen Klitten und Kreba auch Pflanzen wie Rosmarinheide, Moosbeere und Rauschbeere, die nur in nassen, nährstoffarmen Böden gedeihen.