Wische über das 360°-Foto und schau dich im Milkeler Moor um!
Früher sahen die Menschen hier keinen wertvollen Lebensraum, sondern ein Rohstofflager. Bis um 1900 bauten Menschen hier Torf als wichtige Energiequelle ab – getrocknet wurde er verheizt. Auch im Dubringer Moor und vielen weiteren Mooren der Region wurde im 19. und 20. Jahrhundert Torf abgebaut. Um Torf zu gewinnen, legte man tiefe Gräben an, die das Moor entwässerten. Entlang vieler, parallel verlaufender kleiner Graben stachen die Menschen den Torf ab, trockneten ihn und transportierten ihn ab.
1983 wurde das Moor unter Schutz gestellt. 2014 wurden die Gräben mit Boden- und Pflanzenmaterial zugeschüttet, doch im Luftbild sind die Grabenverläufe noch zu erkennen. Heute wird das Moor wieder von Niederschlag und Grundwasser feucht gehalten und kann sich langsam regenerieren. Es gehört zum Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, ist der Natur überlassen und darf nicht betreten werden.
Jetzt stehst du am Rand eines feuchten Kiefernwaldes, der heute Teile der früher offenen Moorfläche bedeckt. Vor dir liegt ein Moorweiher, der den alten Torfstich füllt. Entdeckst du die Spuren der früheren Gräben?